Strategische Zielsetzung und Organisationsstruktur

Im Wettbewerb der Städte und Regionen um Fachkräfte, Studierende, junge Familien und die besten Köpfe sind die Themen „Bildung“ und „Wissenschaft“ längst zu entscheidenden Standortfaktoren geworden. Dabei spielt das Angebot und die Qualität an Schulen, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen eine ganz entscheidende Rolle. Die Wahl eines Wohn- und Studienortes hängt aber auch wesentlich mit dem Image und dem Bekanntheitsgrad einer Stadt zusammen. Deshalb ist für die offensive Entwicklung einer Stadt als „Innovationsstandort“ eine enge Verzahnung von Stadtmarketing und Wissenschaft unerlässlich – eine strategische Aufgabe, der sich die Bielefeld Marketing GmbH mit der Einrichtung des neuen Geschäftsbereichs „Wissenschaftsbüro“ stellt.

Seit Januar 2008 bei der Bielefeld Marketing GmbH angesiedelt, wird die Arbeit des Wissenschaftsbüros von einem Steuerungskreis begleitet, der aus Vertretern der Bielefelder Hochschulen, der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft mbH und der Stadt Bielefeld besteht. Der Steuerungskreis beschließt die Leitziele und den Maßnahmenplan. Projektbezogen werden weitere Arbeitskreise gebildet.

| Am 18. Oktober 2007 wurde die Einrichtung des Wissenschaftsbüros vom Rat der Stadt Bielefeld mit folgender Zielsetzung beschlossen:

Das Wissenschaftsbüro hat das Ziel, die Entwicklung der Stadt Bielefeld als Hochschulstandort systematisch zu fördern.

  • 1. Das Wissenschaftsbüro agiert als Netzwerkeinrichtung und schließt alle Bielefelder Hochschulen ein. Die Hochschulen und die Stadtverwaltung werden sowohl auf der Steuerungs-, als auch auf der Arbeitsebene einbezogen.

  • 2. Das Wissenschaftsbüro nimmt Aufgaben auf folgenden Schwerpunkthandlungsfeldern wahr:

    a. Regionale, nationale und internationale Profilierung Bielefelds als Innovationsstandort.
    b. Verankerung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit ihren Lehrenden und Studierenden und des Themas Wissenschaft im öffentlichen Bewusstsein und in der Stadtgesellschaft.
    c. Positionierung Bielefelds als wichtiger Veranstaltungsort wissenschaftlicher Tagungen und Kongresse.
    d. Kommunikationsfunktion als Scharnierstelle zwischen Verwaltung und Bielefelder Hochschulen.
    e. Ständige Beobachtung des Hochschulstandortes Bielefeld mit dem Ziel festzustellen, wie er attraktiver für Studierende, Wissenschaftler und innovative Firmen gemacht werden kann.

  • 3. Das Wissenschaftsbüro soll seine Arbeit auch in einen regionalen Kontext stellen. Dabei ist eine Kooperation mit den Hochschulstädten Münster, Osnabrück und Paderborn anzustreben.

    (Auszug aus dem Beschluss des Rates der Stadt Bielefeld vom 18.10. 2007)