„Deutschlands bekannteste Hafenstadt heißt Bielefeld“

Bielefelder Delius Klasing Verlag ist einer der größten Special-Interest-Verlage Europas

(15.01.2007) Deutschlands Hauptstadt heißt Bielefeld. Zumindest, wenn es um die führenden Special-Interest-Titel im Sportbereich geht. Im Jahr 2007 setzt der Bielefelder Delius Klasing Verlag seine Anzeigenkampagne fort, die mit Augenzwinkern den Standort ins Spiel bringt. Parallel zur Messe „boot 2007“ in Düsseldorf, die vom 20. bis 28. Januar Wassersportfreunde aus aller Welt an den Rhein lockt, heißt der Slogan: „Der Startschuss für den America’s Cup fällt in Bielefeld.“

Mit den Titeln „Yacht“ (Segeln), „Boote“ (Motorboot), „Boote Exklusiv“ (Megayachten) sowie „Surf“ (Windsurfing) hält das Bielefelder Medienhaus seit Jahren die Marktführerschaft im Bereich Wassersport. Das Zeitschriftenprogramm, das mit weiteren Titeln wie „Bike“ (Mountainbike), „Tour“ (Rennrad) und „Trekkingbike“ (Fahrrad allgemein) die beliebtesten Freizeitinteressen der Deutschen abdeckt, wird von einem umfangreichen Buchprogramm ergänzt.

„Tradition und Zukunft“ steht über der Geschichte des Verlages, der 2011 stolze 100 Jahre alt sein wird. Seit 1989 führt der gelernte Jurist Konrad Delius (54) das traditionsreiche Verlagshaus in vierter Generation. Unter seiner Federführung entwickelte sich das Familienunternehmen zu einem der größten Special-Interest-Verlage Europas. Dem passionierten Segler und Mountainbiker ist es gelungen, neue Zielgruppen zu erschließen, ohne die Wurzeln des Verlages zu kappen. Vor diesem Hintergrund leistet sich Delius Klasing auch von Zeit zu Zeit verlegerische Experimente. Aufgrund der Marktlage musste gerade das ambitionierte Magazin für Golfer, „Plock!“, nach zwei Jahren eingestellt werden. „Wer nur die sicheren Sachen macht, hat keinen lebendigen Verlag“, lautet der selbstbewusste Kommentar des Verlegers Konrad Delius.

„Basket“: Partner der NBA
Andere Innovationen laufen dagegen äußerst erfolgreich. So erscheint Deutschlands größtes Basketball-Magazin, die 1994 gegründete Zeitschrift „Basket“, künftig unter dem exklusiven Siegel „Offizielles Basketball-Magazin der NBA“. „Wir sind stolz darauf, dass die NBA unsere Zeitschrift als optimales Medium für den Transport des amerikanischen Basketball-Sports in Deutschland sieht“, freut sich Olaf Kleinelanghorst, Verlagsleiter bei Delius Klasing. Neben exklusiven Geschichten im Heft unterstützt „Basket“ Veranstaltungen der NBA in Deutschland, etwa die „NBA Europe Live Tour“ in Köln oder die „NBA-Basket-Jam“.

Mit 10.000 Exemplaren startete im April 2006 der russische Ableger des Magazins „Boote Exklusiv“, in dem Chefredakteurin Marianne Nissen über exklusive Megayachten berichtet. Die Nachfrage nach den schwimmenden Palästen und Luxusvillen auf dem Wasser ist in Osteuropa enorm gestiegen. In Moskaus Hotels, Restaurants und Yachtclubs sowie auf der „Moskau International Boat Show“ fand das Hochglanzprodukt aus Bielefeld reißenden Absatz. 2007 werden wieder zwei Ausgaben erscheinen.

AutoSpecials und Sonderhefte
Insgesamt 15 Magazine, fast durchweg Marktführer in ihren Segmenten, erscheinen heute in dem Bielefelder Verlag. Neben Wassersport und Radthemen geben die Automobil-Magazine „Gute Fahrt“, das Automagazin für Volkswagen oder „Tuning“, Europas größtes Tuning-Magazin, kräftig Gas. Hinzu kommen Sonderhefte wie „Bike Workshop“, „Tour de France Spezial“ oder „Käfer Revue“.

Der Gesamtumsatz liegt bei etwa 52 Millionen Euro. Die Buch- und Softwaresparte erreicht 25 Prozent des Umsatzvolumens. Jeder Printtitel hat ein Pendant im Internet, das den Austausch der Redaktionen mit den äußerst kommunikationsfreudigen Zielgruppen stärkt. Unter der Marke „DK Softmedia“ liefert Delius Klasing elektronische Produkte wie Videos, DVD, Lern- oder Navigationssoftware vor allem für die Bereiche Wassersport und Fahrrad.

Seit 1954 auf der Frankfurter Buchmesse
Selbstverständlich sind die Redaktionen auf allen relevanten Messen vertreten. Bereits seit 1954 haben die Bielefelder einen Stand auf der Frankfurter Buchmesse. Neben dem traditionellen maritimen Engagement stärkte Verleger Konrad Delius in den letzten Jahren den Bereich der automobilen Buchtitel. Zum Stammgeschäft des Verlags zählen Produktionen in Kooperation mit fast allen großen Automobilkonzernen. Dazu kommen exklusive Bildbände aus der Edition Delius, die sich mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen. Bücher über Luftfahrt („Concorde“, „Zeppeline erobern die Welt“) sind 2006 hinzugekommen.

Ein Stück deutscher Industriegeschichte
Die Geschichte des Hauses Delius Klasing spiegelt ein Stück deutscher Industriegeschichte. Ursprünglich wurde der Verlag 1911 von Konrad Delius, dem Großvater des heutigen Verlegers, und dessen Schwiegervater Johannes Klasing gegründet. In der Berliner Linkstraße starteten in der Weihnachtswoche zwei Zeitschriften für elitäre Zielgruppen.

Das „Motorboot“ fungierte als Verbandsorgan des neu gegründeten Motor-Yacht-Verbandes, die „Allgemeine Automobil-Zeitung“ war das offizielle Mitteilungsblatt des Kaiserlichen Automobilclubs. Der ehemalige Landgerichtsrat aus Versmold und sein Schwiegervater waren davon überzeugt, dass vor allem die „Motorkutsche“ das Zeug zur Massenbewegung hatte. Der Erfolg gab ihnen Recht – das Blatt profitierte vom Boom der frühen Autojahre. Nach dem 1. Weltkrieg gab sich der elitäre Automobilclub volksnah und nannte sich fortan „Automobilclub von Deutschland“ (AvD). 1943 wurde das Heft Nummer 6 des 44. Jahrgangs als letzte Ausgabe dieser ersten deutschen Automobil-Zeitschrift ausgeliefert.

Nach dem 2. Weltkrieg waren die Berliner Verlagsräume am Schöneberger Ufer restlos zerstört. Konrad-Wilhelm, zweitältester Sohn des Verlagsgründers Konrad Delius, nahm 1946 die Tradition des Vaters wieder auf. Er profitierte vom Lagerbestand einer Halle in Sachsen, wo 10.000 Exemplare der „Seemannschaft“ den Krieg überstanden hatten. Die britische Militärregierung in Westfalen erlaubte den Verkauf dieses ersten deutschen Segellehrbuchs, das Konrad-Wilhelm Delius per Flugzeug in den Westen retten konnte. Von Bielefeld aus, dem angestammten Familiensitz, startete er den Verkauf und legte damit den Grundstein für den neuen Verlagsstandort der Familien Delius und Klasing.

Die bewusste Beschränkung und Konzentration auf klar definierte Zielgruppen war die richtige Verlagsstrategie. Delius startete ein maßgeschneidertes Blatt: „Gute Fahrt“ – die Zeitschrift für den Volkswagenfahrer. VW versprach, 20.000 Hefte abzunehmen und an die Händler zu verteilen – die erste Verlagskooperation war geboren. Innerhalb von zwei Jahren stieg die Auflage auf 78.000 Exemplare. Heute werden pro Monat 100.000 Exemplare verkauft.

Zeitschriften in Trendsportmärkten
Der Erfolg des Titels war seit Mitte der 50er Jahre sicherlich auch einem Journalisten zu verdanken, der die Entwicklung des Verlages maßgeblich beeinflusst hat: Horst Stern, der viele Jahre später als Tierfilmer berühmt wurde und zahlreiche Fernsehpreise erhielt. Im Eiltempo gründete er Zeitschriften, renovierte müde gewordene Titel, stellte kurzerhand wieder ein, wenn eine Idee nicht gezündet hatte. Auch er verfolgte die Strategie, neue Zeitschriftenprojekte in möglichen Trendsportmärkten zu platzieren.

Aufgrund der Vielzahl der Titel im Zeitschriftenhandel gestaltet sich in jüngster Zeit die Erweiterung bestehender Marktpositionen durch Neugründungen schwierig. So wurden die etablierten Titel „Modell Fahrzeug“ von der Stuttgarter Motor-Presse sowie „Autotuning“ vom Axel Springer Verlag übernommen und in die bestehende Titelpalette integriert. Die Expansion, vor allem in osteuropäische Märkte, könnte in den kommenden Jahren eine erfolgversprechende Option sein.

Bielefeld prägt die Markenwelt
Rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Delius Klasing, etwa 120 arbeiten im Verlagshaus in Bielefeld. Die anderen Mitarbeiter verteilen sich auf sieben Redaktionsstandorte. Wassersport gehört traditionell nach Hamburg, Fahrrad nach München, Basketball nach Köln. In Stuttgart wird seit mehr als 50 Jahren „Gute Fahrt“ produziert, „VW Speed“ kommt aus Karlsruhe und in Gmund am Tegernsee arbeiten die Spezialisten für „Tuning“. „Modell-Fahrzeug“ hat seinen Sitz in Nürnberg.

Die Markenwelt von Delius Klasing aber wird von Bielefeld aus gesteuert. Dort sind der Buch- und Zeitschriftenvertrieb, die Herstellung der Zeitschriften und Bücher, sämtliche Verlagsabteilungen wie Anzeigenverkauf, Werbung und Presse konzentriert. Getreu dem Motto eines Kampagnenmotivs: „Bielefeld bewegt ganz Deutschland“. (8.374 Zeichen mit Leerzeichen)

Kontakt:
Carsten Hark
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Delius Klasing Verlag
Siekerwall 21
33602 Bielefeld
Telefon: 05 21-55 99 04
Telefax: 05 21- 55 99 01
E-Mail: Externer Link c.hark@delius-klasing.de
Externer Link www.delius-klasing.de


Verleger und Familienunternehmer: Konrad Delius (54). Er führt den traditionsreichen Bielefelder Delius Klasing Verlag in vierter Generation.

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Bild: Delius Klasing Verlag

Anzeigenkampagne mit Augenzwinkern: Werbung für den Bielefelder Delius Klasing Verlag.

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Mit aktuellen Motiven der standortbezogenen Kampagne macht der Bielefelder Delius Klasing Verlag Werbung für seine Special-Interest-Titel.

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