TEXTUR 21: Das Gewebe der Stadt

Fahnen, Klänge, Poesie in Bielefeld
Großformatige, bewegliche Textilobjekte in der Fußgängerzone, Klangcollagen in einer alten Spinnerei, spektakuläres Straßentheater und moderne Lyrik auf dem Jahnplatz – all das erlebten Besucher der Stadt Bielefeld im Herbst 2003. „TEXTUR 21: Das Gewebe der Stadt“ war der Titel einer spannenden Innenstadt-Inszenierung, die vom 26. September bis zum 5. Oktober die Leineweberstadt in Szene setzte. Thema war die besondere „Textur“, das „Gewebe“ der Stadt Bielefeld im 21. Jahrhundert und der Wandel der historischen Leineweberstadt zur modernen Großstadt.

Die Textilkünstlerin Beate Oehmann zeichnete mit 20 großformatigen Textilobjekten die Stadtstruktur mit ihren Straßenverläufen, Plätzen und Gassen nach und eröffnete dabei durch Löcher, Schlitze und gestanzte Ornamente neue Sichtweisen auf Fassaden und Räume.

Gleichzeitig entstand auf dem Bielefelder Jahnplatz die Text-Installation „Bielefelder Wortfelder“ des Schweizer Konzeptkünstlers Christof Rütimann, mit der er den Platz zum „Poetischen Raum“ umgestaltete. Das Theater PanOptikum präsentierte schließlich am 3. Oktober das Stück „Il Corso“. Vor der farbig angestrahlten Industrie-Kulisse der Stadtwerke begab sich ein Dichter auf eine energiegeladene Suche nach Worten und Wahrheit. Höhepunkt war zum Finale am 5. Oktober eine abendliche Lesung mit Otto Sander, Martina Gedeck, Angela Winkler und F.C. Delius im Theater am Alten Markt.